Interessantes

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Wer ist eigentlich DJ?

 

Als DJ (englisch disc jockey) wird eine Person bezeichnet, die auf Tonträgern gespeicherte Musik in einer individuellen Auswahl vor Publikum abspielt, wofür allgemein der Begriff „Auflegen“ (von „Schallplatten auflegen“) verwendet wird.

 

Im deutschen Sprachraum werden weibliche DJs auch DJane oder seltener She-DJ genannt.

 

Trotz gleicher Aussprache und Etymologie unterscheidet sich DJ vom jamaikanischen Deejay.

 

Etymologisch verwandt ist der Begriff DJ darüber hinaus mit Lightjockey (LJ), Visual Jockey (VJ) und Video Jockey (VJ), die die eng mit einer DJ-Performance verbundenen Tätigkeiten visueller Unterstützung bezeichnen.

 

Ein wenig Geschichte

 

Discjockey (DJ), auch Disk Jockey oder Diskjockey (englisch disc „Scheibe“, umgangssprachlich: Schallplatte,

jockey „Jockey, Handlanger“), ursprünglich Bezeichnung für einen Rundfunkmoderator, der im Radio Tonträger präsentiert.

 

Der Begriff wurde im Rahmen des Top40-Radio in den USA ab 1940 geprägt, dehnte sich später durch Verlagerung auf andere Medien auch auf Fernsehmoderatoren und Diskothekenansager aus.

Bereits Weihnachten 1906 kam bei der ersten Radioübertragung an der amerikanischen Ostküste eine Schellackplatte zum Einsatz.

 

Als erster Vollzeit-DJ gilt Elman B. Meyers in New York (1911), als erster Star-DJ ebendort Martin Block (um 1935).

Radio-Discjockeys wie Alan Freed verhalfen um 1951 dem Rock ’n’ Roll zum Durchbruch. (...)

 

Nach der Erfindung der Langspielplatte (LP) 1948 wurde aus Tonträgern ein kreatives Medium (John Cage: 33 1/3, 1969) und aus DJs ein Mythos der Popkultur (George Lucas: American Graffiti, 1973).

 

Mit dem Discotrend der siebziger, dem Rap/Hip-Hop der achtziger und Techno der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts emanzipierten sich DJs als Klangkünstler (DJ-Culture) und Produzenten.

 

Scratching, Sampling, Remixe und Computertechnik machten Tonträger zur beliebig veränderbaren Rohmasse für Metamusik.

 

DJs wurden zu Stars (Sven Väth, Paul van Dyk), Experimentatoren (Tricky, Coldcut) oder gar Philosophen (DJ Spooky).

 

Für die Musikindustrie sind die Discjockeys bei Radiostationen nach wie vor von großer Bedeutung, weil durch deren Programmgestaltung die Verkaufszahlen von einzelnen Musiktiteln bzw. Künstlern beeinflusst werden.

Lightjockey

 

 

Der Begriff Lightjockey (Kurzform LJ, weiblich LJane, deutsch: „Lichtjockey“) bezeichnet eine Person, die meist in Diskotheken durch die Bedienung sogenannter Lichtpulte oder Lichtcontroller Lichtshows in Echtzeit inszeniert und steuert.

 

Der Begriff „Lightjockey“ entstand im Jargon der Discoszene (...).

Und während in den 1970er und frühen 1980er Jahren die Beleuchtung in Diskotheken meist noch vom DJ durchgeführt wurde (gleichzeitig zum Musikauflegen), bedingte die zunehmende Verbreitung immer komplexer werdender Licht- und Steuerungstechnologien schließlich eine Spezialisierung der Bedienung, so dass das Berufsbild des Lightjockeys entstand. (...).

 

Für die optimale Leistung eines Lightjockeys muss dieser also eine bestimmte Controller-Programmierung hinsichtlich der Bedienung besonders gut kennen oder es gegebenenfalls auch selbst verändern können (und dies manchmal auch in Stresssituationen).

 

 

Textquelle: www.de.wikipedia.org

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